Sicherheit beim Umgang mit Wasserstoff

In der Öffentlichkeit herrscht die Meinung vor, Wasserstoff sei ein neuartiger Energieträger, dessen Handhabung schwierig und gefährlich ist. Diese Einschätzung ist jedoch nicht gerechtfertigt.


Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff
  1. In der Raumfahrt wird seit 1960 Wasserstoff eingesetzt ( Beginn des Apollo-Programms zur Vorbereitung der Mondlandung)
  2. Bereits heute werden jährlich in Deutschland 20 Milliarden m³ Wasserstoff transportiert
  3. Transport von jährlich 500 Milliarden m³ weltweit
  4. An Rhein und Ruhr existiert seit über 50 Jahren ein 200 km langes Rohrleitungsnetz
  5. Im Raum Leuna-Bitterfeld gibt es ein 150 km langes Leitungsnetz seit 1995
  6. H2 findet in Schweißtechnik, Glasindustrie, Halbleiter-Herstellung, Lebensmittelindustrie und Forschung schon seit langem Verwendung
  7. Erfahrungen mit Erdgas, Flüssiggas und anderen tiefkalten, verflüssigten Gasen (z.B. Helium) sind übertragbar
  8. Stadtgas besteht zu ca 50% aus Wasserstoff


Heutige Wasserstofftanks erfüllen die Sicherheits-Anforderungen für den Straßenverkehr und haben gegenüber Benzintanks sogar Vorteile:
So gab es in den Tests keine Explosionen bei Temperaturen von 900°C, die über einen Zeitraum von 1 Stunde auf die Tanks einwirkten. Vielmehr kommt es zu einem langsamen Entweichen bei Überdruck oder gewaltsamer Zerstörung (Sollbruchstellen). Selbst tiefkalter Wasserstoff verflüchtigt sich beim Entweichen sofort, da seine Dichte im gasförmigen Zustand selbst bei -253°C noch geringer ist als die Dichte von Luft bei Zimmertemperatur. Dadurch kann es nicht zur Bildung von Flammenteppichen kommen. Außerdem wäre es unproblematisch, Wasserstoff in Kellerräumen zu lagern.

Tank-Zersörung
Zerstörungs-Test . . . .Quelle: [ 2. ]


Lediglich das Eindringen von Luft in Tanks mit flüssigem Wasserstoff sollte verhindert werden, da diese bei den niedrigen Temperaturen gefriert und sich in Form von Eiskristallen unterhalb des Wasserstoffs sammelt. Da Sauerstoff etwas schneller kondensiert und gefriert als Stickstoff, kann sein Anteil unter Umständen höher sein als in der Luft. Berträgt der Sauerstoff-Anteil in den Eiskristallen mehr als 40%, kann durch Reibung der Kristalle an der Tankwandung oder Erschütterungen eine explosionsartige chemische Reaktion ausgelöst werden. Das Eintreten von Luft kann jedoch bereits durch einen leichten Überdruck im System zuverlässig verhindert werden.



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